5 Gründe warum Schulterschmerzen auftreten

By Tamay Jentjens | Blog

Jul 13

1.Unbewusste Bewegung der Schulter
Der größte Teil der Athleten weiß nicht wie sich eine Schulter bewegt. Die Schulter bewegt sich z.B. in der Aufwärtsbewegung des Armes nicht nur im Gelenk, in dem der Oberarmkopf sitzt, sondern auch das Schulterblatt bewegt sich in einer konstanten Bewegung und im Verhältnis 2:1, in die gleiche Richtung mit.

Außerdem rotiert das Schulterblatt bei der Überkopf  Bewegung aufwärts.

Alle diese und mehr Bewegungen sollten kontrolliert abgerufen werden können und bewusst wahrgenommen werden.

2.Blockade in der Brustwirbelsäule
Durch zu starke Rundung der Brustwirbelsäule nach vorne (beim gekrümmten Sitzen) ist die Beweglichkeit des Schulterblatts stark limitiert. Bei gesteckter Brustwirbelsäule und expandiertem (Thema Atmung) Rippenkäfig kann das Blatt mechanisch optimal über den Rippenkäfig gleiten und die Muskeln in ihrer optimalen Länge aktiviert werden.

So lässt sich die volle potentielle Kraft zur Stabilisierung und Haltung der Scapular entfalten.

3.Locking Position des Schulterblatts
Durch die gerade erwähnten Blockaden und Rundung der Brustwirbelsäule wird die Schulterblattmuskulatur häufig dafür „zweckentfremdet“ die Brustwirbelsäule zu strecken. Der Athlet zieht dann die Schulterblätter zusammen zur Wirbelsäule und erreicht damit zwar teilweise eine Streckung in der Wirbelsäule, blockiert aber auch gleichzeitig die Bewegung seines Schulterblatt komplett.

Das erhöht mechanisch ineffizienten Stress auf das Schultergelenk, wodurch in diesem wiederum häufig Schmerzen auftreten.

4.Fixierung im klassischen TrainingOverhead Schulter Rotationen - ebenfalls eine Fortgeschrittene loaded Mobility Übung um die Kontrolle und Rotationen der Schultern zu verbessern.
Ein klassisches Training im Fitnessstudio legt häufig keinen besonderen Wert auf dynamische Bewegung des Schulterblatt in allen Richtungen. Stattdessen soll es häufig einfach „fixiert“ werden um den Rücken und die Schulter zu stabilisieren. Daher kennt der Athlet dann nur die „geblockte“ Position und das Gehirn ist überfordert, wenn es gleichzeitig eine Bewegung in nicht voller Kontraktion der Muskeln ausführen soll.

Hier entstehen wieder häufig Verletzungen, da der Athlet keine aktive Mobilität über einen großen Bewegungsradius hat, sondern seine Muskeln nur in einem ganz bestimmten Zustand nutzen kann.

5.Dauerhafte Anhebung über die Trapez Muskulatur
Eine Fixierung des Schulterblatts ist bei vielen Athleten gleichzeitig mit einer Aktivierung des Trapez und des Levator Scapula Muskels assoziiert. Sie „shruggen“ die Schultern nach oben, sobald eine Ladung auf ihnen aufgebracht wird, z.B. im Kreuzheben, beim Rudern oder beim Klimmzug. Diese Elevation führt zu mechanischen Problemen, die wiederum eine funktionale Bewegung des Gelenkes verhindern. Schmerzen können direkt die Folge sein.

Das Schultergelenk, aber viel wichtiger das Schulterblatt, sollte sich in allen Richtungen frei bewegen können und kontrollierbar sein!

Extrem viele Athleten haben mindestens eine Lücke in dieser Bewegung, und können das Schulterblatt gut in eine Richtung bewegen, in der anderen fällt es ihnen aber genauso schwer wie zum Beispiel, isoliert den großen Zeh anzuheben.

Kontrolliere daher mit ausgestrecktem Arm ob du dein Schulterblatt wirklich ohne „harken“ und „stoppen“ in alle Richtungen in einer Runde über den Rippenkäfig bewegen kannst.

#MachDichBeweglich

Hier findest du drei Übungen um deine Schulter zu mobilisieren

 

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