5 Gründe, warum du mehr hängen solltest

By TamayJentjens | Blog

Jun 01

Aber erst mal eine Bestandsaufnahme: Die meisten Menschen können sich kaum wenige Minuten an einer Stange halten. Woran liegt das?

Mangelnde Greifkraft ist hier nur ein Thema, denn beim Hängen wird der Schultergürtel ordentlich mobilisiert und da machen sich Einschränkungen in der Beweglichkeit schnell unangenehm bemerkbar.

Im Alltag des „modernen Büromenschen“ werden diese Möglichkeiten kaum genutzt. Die Arme hängen
eigentlich zu 99% der Zeit nach unten. Es gilt wie immer „use it or lose it“ und deshalb fällt es vielen schon schwer, eine Glühbirne zu wechseln. Nach wenigen Minuten mit den Armen über Kopf wird’s erstaunlich anstrengend.

Die Schulter ist ein komplexes Gebilde, das dazu ausgelegt ist, Bewegungen in alle Richtungen zu ermöglichen. Wenn man es mit der Hüfte vergleicht, fällt das besonders auf.  Wären beide Schulterblätter wie die beiden Hüftgelenke miteinander verbunden, könnten wir nicht so unterschiedliche Bewegungen wie Dips, Push Ups und Pull Ups aus einem einzigen Gelenk ausführen.

Hängen ist eine super simple Übung, die den genauen Gegenpol zur Alltagshaltung bildet. Natürlich gibt’s viele Variationen, aber hier soll es zuerst mal nur um den „Passive Hang“ gehen. Dabei greift man einfach im geschlossenen Obergriff die Klimmzugstange und entspannt den restlichen Körper. Dadurch werden die Schultern nach oben neben die Ohren gezogen.

Hier sind die 5 Gründen, warum du mehr hängen solltest:

  1. Verbesserte Haltung

Verspannungen im Schulterbereich beeinflussen die Haltung maßgeblich. Außerdem kann sich das Skelett im Hängen ausrichten und wieder ins Lot kommen.

  1. Bessere LeistungImmer schön Hängen, Freunde. Habt ihr den Blog Artikel zum Hängen schon gelesen-

Wenn die Antagonisten z.B. beim Overhead Press unnötig viel arbeiten, geht Leistung verloren. Durch regelmäßiges Hängen verbessert sich die Form bei Schulterübungen und die Bewegungen werden flüssiger.

  1. Mehr Greifkraft

Greifkraft spielt bei vielen Übungen eine große Rolle. Hängen kann eine gute Vorübung zu Klimmzügen sein (besonders für Frauen hilfreich). Bei Deadlifts ist die Greifkraft oft der limitierende Faktor, was durch Hängen aber bald der Vergangenheit angehören sollte.

  1. Schutz vor Verletzungen

Die Schulter ist eine der verletzungsanfälligsten Stellen, nicht nur im Krafttraining. Doch gerade beim Bench Press können viele ihre volle Leistung nicht entfalten, weil Schmerzen in der Schulter ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Die meisten Verletzungen wären schon alleine durch Hängen vermeidbar, weil die nötige Mobilität hergestellt wird.

  1. Atem wird befreit

Wer regelmäßig hängt, merkt wie die gesamte Muskulatur um den Brustkorb herum elastischer und tiefere Atmung möglich werden. Abgesehen von verbesserter Ausdauer bringt das auch ganz einfach eine viel höhere Lebensqualität mit sich.

Gelegenheiten zum Hängen finden sich auch außerhalb des Gyms. Haltet einfach mal die Augen offen, z.B. auf Strecken die ihr täglich zurücklegt. Schon wenige Minuten täglich haben einen enormen Effekt. Dabei sind zweimal am Tag 5 Minuten (mit kurzen Pausen) besser als 10 Minuten in einer Session. An die Stange, fertig, los!

Hier weitere Mobilisierungstipps um deine Haltung zu öffnen:

 

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